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ZEBRAFINK

Zebrafink_freigest. [320x200]
 

Wiss. Name: Taeniopygia guttata castanotis

Ordnung: Passeriformes - Sperlingsvögel
Unterordnung: Passeres - Singvögel
Familie: Estrildidae - Prachtfinken
Gattung: Taeniopygia - Zebrafinken

Brutsaison in Freiheit:
Durch das große Verbreitungsgebiet sehr unterschiedlich und abhängig von der Regenzeit, im Norden etwa von Januar bis Juni (am Ende der Regenzeit), oder von Oktober bis November (zu Beginn der Regenzeit), in Zentral-Australien keine festen Brutzeiten, da

Verbreitung:
Nahezu ganz Australien, fehlt nur an den Küsten im äußersten Südwesten und Südosten, sowie auf der Kap-York-Halbinsel.

Lebensraum:
Er bewohnt das größte Verbreitungsgebiet aller australischer Prachtfinken, demzufolge auch die unterschiedlichsten Lebensräume; er ist zumeist im offenen Grasland zu finden, welches mit Bäumen und Büschen bestanden ist; aber auch in der Trockensavanne, die mit Spinifexgras bestanden ist, ist er ebenso zu finden wie in Akazien-Strauchsteppen; in den dichter besiedelten Gebieten hat er sich dem Menschen angeschlossen und bewohnt dort Gärten, Weide- und Ackerland; baut teilweise seine Nester an Häusern; ist stets an Wasserstellen gebunden und profitiert von den künstlich angelegten Wasserstellen der Viehzüchter.

Nahrung:
Halbreife und reife Grassämereien der verschiedensten Arten, zur Brutzeit auch Insekten (Termiten, Fliegen, Hautflügler).

Verhalten in Zuchtanlagen:
Ein nicht immer friedfertiger Volierenbewohner, recht ruhig.

Unterbringung:
Bevorzugt im geräumigen Käfig, aber auch in der Voliere möglich, kann im Sommer auch in Außenvoliere mit Schutzraum, jedoch nicht unter 15 Grad.

Fütterung:
Exotenmischung, Gras- und Unkrautsamen, halbreife Hirse und Gräser, Kolbenhirse, Eifutter, während der Zucht Keimfutter.

Zucht:
Gelingt recht leicht; Brutzeit: ist an keine feste Brutzeit gebunden und somit das ganze Jahr über möglich; Gelegegröße: 4-6 Eier; Brutdauer: 13-14 Tage; Nestlingszeit: 20-22 Tage; selbständig ca. 14 Tage nach dem Ausfliegen.

Beschreibung:
Größe ca. 11cm; Schnabel rot; Füße rot; Augen rot; Männchen: Stirn schwarzweiß geschuppt; Scheitel, Nacken und Halsseiten hellgrau; Zügel und senkrechter Bartstrich weiß, vorn und hinten schwarz eingefaßt; dahinter großer orangebrauner Wangenfleck; Kinn, Kehle und Vorderbrust mit schwarzweißer Zebrastreifung, die sich zur Hinterbrust hin zu einem mehr oder weniger breiten schwarzen Band verdichtet; Bauch und Unterschwanzdecken sind gelblich weiß; entlang der Flanken sind breite, rotbraune, mit weißen Punkten besetzte Bänder; Rücken und Flügel graubraun, die Handschwingen etwas dunkler; der Bürzel ist weiß; die Oberschwanzdecken sind breit schwarzweiß quer gebändert; der Unterschwanz ist bräunlich schwarz; Weibchen: haben graue und nicht orangebraune Wangen; keine Zebrastreifung auf Kinn, Kehle und Brust, sondern sind hier einfarbig grau; auch fehlen die rotbraunen weißgepunkteten Flankenbänder; Unterseite zumeist gelblicher.

Mutationen / Modifikationen:
Grau, Braun, Hellrücken, Maske, dom. Pastell, Achat, Weiß, Schecke, Schwarzbart, Wangen, Schwarzbrust, Schwarzwange, Orangebrust, Weißbrust, Hellbrust, Gelbschnabel, Haube.

Verwendete Literatur:
BIELFELD, „Prachfinken“(1986) – Eugen Ulmer Verlag;
NICOLAI, Steinbacher, „Prachtfinken“(2001) – Eugen Ulmer Verlag;

Weitere Literatur:

CLEMENT, HARRIS, DAVIS, „Finches & Sparrows“(1993) – Helm Verlag;
ROBILLER, „Prachtfinken“(1978) – Verlag J. Neumann-Neudamm;
Autor: M. Ullrich, 16801 – stellv. AEZ-Obmann - 12.04.2004