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NYMPHENSITTICH



Wiss. Name: Nymphicus hollandicus (Kerr, 1832)

Ordnung: Psittaciformes - Papageien
Cacatuidae - Kakadus
Unterfamilie: Nymphicinae - Nymphensittiche
Gattung: Nymphicus
 
Brutsaison in Freiheit: August / September bis Dezember.

Verbreitung: Fast gesamter Australischer Kontinent, ausgenommen Arnhemland und Tasmanien.

Lebensraum:
Der Nymphensittich bewohnt trockene Gebiete im Inneren Australiens. Dabei ist der Nymphensittich überaus anpassungsfähig, denn die regelmäßigen Lebensräume des Nymphensittichs reichen von geschlossenen Wäldern über offene Savannen, Mulgastrauchsteppe, wüstenartigem Spinifexgrasland bis hin zu Flussläufen mit Baumbestand.

Nahrung:
Der Nymphensittich ernährt sich im Freiland von Gräser- und Kräutersamen, von Trieben und Früchten von Bäumen und Büschen, Körnern von Getreidefeldern sowie von Beeren und Früchten.

Verhalten in Zuchtanlagen:
Mittellaute Sittiche; anderen Sitticharten gegenüber friedlich; wenig scheu; werden bald zutraulich; baden gern; und gelten als eher robust. Nagebedürfnis ausgeprägt – daher möglichst häufig frische Zweige anbieten.

Unterbringung:
Außenvoliere mit Schutzraum, aber auch unproblematische Wohnungshaltung möglich. Mindestmaß für die Unterbringung sollte 2m x 1m x 1m (Länge x Breite x Höhe) nicht unterschreiten.

Fütterung:
Saatenmischung aus Kardi, Hafer, Dari, Weizen und Buchweizen, Paddyreis, Glanz, Negersaat, Leinsamen, Milo, verschiedene Hirsearten sowie Sonnenblumenkernen. In der Zucht empfiehlt sich die Gabe von Keimfutter. Verschiedene Obst- und Gemüsesorten; halbreifer Mais, Hagebutten und Grünpflanzen. Regelmäßige Grit- und Mineralstoffgaben. Zur Aufzucht fertiges Aufzuchtfutter oder Weißbrot bzw. Biskuit.

Zucht:
Neben dem Wellensittich die am häufigsten gezüchtete Papageienart. Brutbeginn in Europa bei Außenhaltung ab März, in Innenräumen ganzjährig möglich. Gelege 4-9 Eier, Brutdauer ca. 18 Tage. Nestlingszeit ca. 5 Wochen. Ringgröße ab 2006 6,0 mm. Nistkasten ca. 30 x 25 x 25 cm – Einschlupfloch ca. 8 -10 cm.

Beschreibung:
Größe ca. 32 cm; Grundfarbe des Gefieders ist grau. Beim Männchen sind Vorderkopf, Haube und Kehle gelb, großer orangeroter Ohrfleck, die äußeren Flügeldecken sind weiß. Schnabel grau; Wachshaut nackt; Iris dunkelbraun bis schwarz; Augenring nackt; Füße grau. Die Weibchen unterscheiden sich von den Männchen, dass Oberkopf, Haube und Kehle dunkelgrau; nur schwach gelb; Ohrfleck blaß orange; Unterbauch und Schenkel mit graugelben Streifen; Schwanz weiß gepunktet; äußere Schwanzfedern unregelmäßig gelb und dunkelgrau gebändert („Fischgrätenmuster“) sind.

Mutationen / Modifikationen:
Weißkopf, Ino, Zimt, Opalin (Geperlt),Gelbwange, Platinum, Schecken, rezessiv und dominant Silber, Spangle.
Aus diesen Mutationsformen gibt es bereits eine Vielzahl von Kombinationen.
 
Verwendete Literatur:
GEORG A. RADTKE „Nymphensittiche“ – Verlag Eugen Ulmer;
CROSS / ANDERSEN „A Guide to… Cockatiels and their Mutations“ – Verlag Australian Birdkeeper Publications;
DR. G. ALLEN „Cockatiel Handbook“ T.F.H. Publications, Inc. Ltd.;
KOLAR / SPITZER „Großsittiche“ – Verlag Ulmer;
ENEHJELM „Sittiche“ Verlag Franckh;
Autor: S. Kunz (44057) - 01.10.2005


Rechtlicher Hinweis:
Für die Zucht und Abgabe von Sittichen ist die „Verordnung zum Schutz gegen Psittakose und Ornithose (Psittakose-Verordnung)“ in neuesten Fassung – derzeit vom 14.11.1999 (BGBl. Seite 2111) – zu beachten.